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Spinnereistr. 7 | Halle 18
04179 Leipzig
Germany

UNTITLED

Duchamps und Sinnlichkeit

Eine Bank fördert junge Kunst, stellt Geld, Material und Raum zur Verfügung. Die Geförderten revanchieren sich bei Eröffnung der Ausstellung, einem dieser Abende, die sich durch große Gesten und lange Reden
auszeichnen: die Mäzene sehen sich einer ihrer Filialen-Leuchtschriften gegenüber, wie sie sie vermutlich dutzendweise im Keller stehen haben, akkurat gehängt, signiert und mit einem Generator solange betrieben,
wie der Treibstoff bezahlt werden konnte. Die Kooperationen von Sebastian Matthias Kretzschmar (geb. 1978 in Leipzig) und Kilian Schellbach (geb. 1971 in Leipzig) zielen in die Maschinerie des Kunstbetriebes,
reflektieren die Umstände, in denen Künstler sich bewegen. Das ist ja nun keine besonders neue Strategie, aber „jede Generation stößt auf einen neuen Kontext“;, wie Schellbach sagt, der nach den
Anfängen eines Soziologiestudiums die Internetplattform „contour.net”; mit aufbaute. Und ein neuer und zu diskutierender Kontext ist momentan gerade die Medienkunst (beide studieren in der
Fachklasse Mark), deren anfängliche Definition sich mehr und mehr als unzureichend herausstellt. „50 bis 60 Prozent der Arbeit sind Konzept“, sagt dann auch Kretzschmar, der eigentlich aus der
„sinnlicheren“ bildenden Kunst kommt und demnächst bei Heimo Zobernig in Wien Bildhauerei studieren wird, ein Beispiel dafür, wie wenig die alten Kategorien noch zu tragen scheinen. Der Laden für
Nichts interessiert sie als sozialer Mikrokosmos, und natürlich werden sie die Strukturen des Projektes „Laden in der Galerie“ mit „Famed“ auf die Spitze treiben. Aber wichtig sei,
„dass am Ende ein schöner Abend, eine gute Arbeit steht, und es sollte egal sein, wem sie zugeschrieben wird.“

Sebastian Matthias Kretzschmar, Kilian Schellbach, Jan Sledz, Jan Thomanek „Famed“

am 7. Februar 2003, 20.00h im Laden für Nichts, Sebastian-Bach-Str. 43